Forschung & Entwicklung

Syngenta hat in vielen Jahrzehnten der Forschung und Entwicklung (F&E) ein umfassendes Wissen über Pflanzen aufgebaut. Rund 4 000 Mitarbeitende in fünf globalen F&E-Zentren und zahlreichen Feldstationen rund um die Welt arbeiten an Innovationen für bessere Ernteerträge und hochwertigere Produkte.
2009 hat Syngenta USD 960 Millionen in F&E investiert. Wir nehmen damit in unserer Branche einen Spitzenplatz ein. Mit Projekten in den Bereichen Pflanzenschutz, Saatgut und Biotechnologie besitzt Syngenta ein einzigartig breit aufgestelltes Portfolio. Durch die Zusammenarbeit über die Grenzen traditioneller Geschäftsbereiche hinweg, können optimierte Kombinationen aus genetischen und chemischen Lösungen entwickelt werden, die die landwirtschaftliche Produktivität weiter steigern.
Ein ausgezeichnetes Beispiel für die erfolgreiche bereichsübergreifende Zusammenarbeit ist Seed Care. Wir bieten Landwirten maximalen Mehrwert, indem wir ausgewählte Saatgut- Traits (Pflanzeneigenschaften) mit chemischen Behandlungsmethoden kombinieren, die das Saatgut schon ab dem Zeitpunkt der Aussaat schützen.
Unsere Pipelines in den Bereichen Crop Protection und Seeds belegen die gemeinsame Ausrichtung und Vernetzung unserer Forschung. Beide Pipelines enthalten Projekte zur Dürretoleranz: von der chemischen Behandlung bis zu dürretolerantem Maissaatgut, um die Ernteerträge auch bei knappem Wasserangebot zu steigern. Darüber hinaus sieht Syngenta auch zwischen ihrer Trait- Technologie der zweiten Generation und ihrem Pflanzenschutzportfolio potenzielle Synergien.
Innovation und Lebenszyklus-Management
Die internationale Zusammenarbeit zwischen den F&E-Teams trägt dazu bei, Innovationen zu beschleunigen. Neue Produkte können schneller auf den Markt gebracht und die Wertschöpfung erhöht werden. Syngenta hat ihre Prozesse weiter optimiert, so dass bisher nacheinander ablaufende Prozesse in der Entwicklung jetzt gleichzeitig stattfinden können. Dadurch konnte die durchschnittliche Zeitspanne zwischen der Entdeckung eines Wirkstoffkandidaten bis zu seiner Markteinführung um etwa zwei Jahre verkürzt werden. Syngenta besitzt somit einen der schnellsten F&E-Prozesse in der Pflanzenschutzindustrie. Im Bereich Saatgut haben wir Traits wie AGRISURE® RW ebenfalls in Rekordgeschwindigkeit auf den Markt gebracht.
Dennoch ist der F&E-Prozess für chemische Produkte mit etwa acht Jahren noch immer lang. Umweltverträglichkeitstests sind eines der wichtigsten Elemente im gesamten Prozess. Der Schutz der Umwelt nimmt in der Entwicklung unserer Produkte einen hohen Stellenwert ein und ist grundlegend für unsere Selbstverpflichtung, eine nachhaltigere Landwirtschaft zu ermöglichen.
Auch das Lebenszyklus-Management ist ein integraler Bestandteil unserer F&E-Aktivitäten. Es ermöglicht uns, den Wert unserer Wirkstoffe zu maximieren und den Herausforderungen bei der Arbeit mit lebenden Organismen - Unkräutern, Krankheiten und Insekten - zu begegnen, die häufig Resistenzen gegen bestehende Lösungen entwickeln. Das deutlich gesteigerte Umsatzpotenzial unseres Fungizids AMISTAR® veranschaulicht, wie durch die Kombination von Produkten neue Wirkungen und neue Lösungen entwickelt werden können. Der Lebenszyklus von Saatgut wurde durch den Einsatz der Marker-unterstützten Züchtung kontinuierlich verlängert, da diese Technologie die Entwicklung neuer Sorten bis zur Marktreife beschleunigt.
Neue Forschungseinrichtungen und -partner
Im Jahr 2007 hat Syngenta ein neues F&EZentrum in Goa, Indien eröffnet. Auch in 2008 wurden grosse Anstrengungen zum weiteren Ausbau der weltweiten F&E-Kapazitäten unternommen. Im April wurden die chemische Forschung und das Seed Care Institut an unserem bestehenden Standort in Stein, Schweiz, offiziell eröffnet. Zur gleichen Zeit hat Syngenta die Errichtung eines neuen Biotechnologiezentrums in Peking, China, bekannt gegeben. Diese Einrichtung wird sich auf die Evaluierung von gentechnisch veränderten Traits in wichtigen Nutzpflanzen wie Mais und Soja in einem frühen Stadium konzentrieren. Die Forschungsaktivitäten richten sich vor allem auf Ertragssteigerung, Dürretoleranz, Krankheitsbekämpfung sowie auf die Umwandlung von Biomasse in Biotreibstoffe.
Darüber hinaus investiert Syngenta GBP 35 Millionen in das F&E-Zentrum in Jealott's Hill, Grossbritannien, dessen Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Herbizide liegt. Diese Investition wird die führende technologische Stellung des F&E-Zentrums stärken und die Entwicklung neuer Produkte zur Marktreife weiter beschleunigen.
Die Forschungstätigkeiten in Jealott's Hill ergänzen die Arbeit der Syngenta Biotechnology Inc. (SBI) im Research Triangle Park in North Carolina, USA. Die Aktivitäten bei SBI sind auf die biotechnologische Forschung ausgerichtet und umfassen auch die Arbeit an Herbizid-toleranten Pflanzen.
Neben dem Ausbau der eigenen weltweiten F&E-Kapazitäten, geht Syngenta auch weiterhin Partnerschaften mit zahlreichen anderen Unternehmen und Institutionen ein. Neu in unserem Netzwerk weltweiter Kooperationen sind seit 2008 die Athenix Corporation, mit der wir eine Vereinbarung zur Entdeckung neuer Gene zur Resistenz gegen Maisschädlinge und Soja-Zystennematoden geschlossen haben, und Dow AgroSciences®, mit der wir Verbindungen für unser Seed Care-Portfolio evaluieren. Insgesamt ist Syngenta weltweit an über 400 wissenschaftlichen Kooperationen beteiligt.
Unser Risikokapitalfonds LSPB ist im vergangenen Jahr zwei weitere Minderheitsbeteiligungen eingegangen: Bei Asoyia, einem Saatguthersteller, der Soja mit geringem Linolensäureanteil in Öl entwickelt, und bei IBI, einem Unternehmen, das tragbare Testsysteme für Mikroorganismen, Proteine und kleine Moleküle entwickelt und produziert. Mit diesen Investitionen ist der Fonds nun an insgesamt sechs Unternehmen beteiligt.
Starke Netzwerke, breite Anerkennung
Unsere Fähigkeit, wissenschaftliche Talente für uns zu gewinnen und zu halten, trägt wesentlich zu unserem F&E-Erfolg bei. Wir motivieren unsere Mitarbeitenden, indem sie Zugang zu unserem globalen Netzwerk haben und so dessen volles Potenzial ausschöpfen können. Auch 2008 haben wir diesen Austausch über ,,Syngenta Science Live" gepflegt, ein breit angelegtes Informationsforum an Standorten auf der ganzen Welt. Ausserdem haben wir die Folgeveranstaltung ,,Science Matters" ins Leben gerufen, die dieses Engagement auf einer technischen und wissenschaftlichen Ebene ausbauen soll.
Unsere Organisation ,,Syngenta Fellows" für herausragende Wissenschaftler von Syngenta hielt zwei interne Kolloquien ab und hat auch 2008 wieder Preise an jüngere Kollegen vergeben, um deren erstklassige Forschungsund Entwicklungsarbeit zu würdigen.
Syngenta hat im vergangenen Jahr auch externe Auszeichnungen für innovative F&E-Arbeiten erhalten, die zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen. Besonders hervorzuheben ist hier der "2008 World Business and Development Award" für die Entwicklung und erfolgreiche Markteinführung tropischer Zuckerrüben.
